10 Gründe für eine Reise nach Japan

27Schon einmal über Urlaub in Japan nachgedacht? Das Land der aufgehenden Sonne ist in erster Linie für seinen Mix aus riesigen Metropolen und alten Traditionen bekannt. Das ist allerdings keinesfalls schon alles, was Japan zu bieten hat. Wer noch Anregungen dazu benötigt, den viertgrößten Inselstaat unserer Welt mit auf die Wunschurlaubsliste zu setzen, für den gibt es heute gleich zehn gute Argumente, die für eine Reise nach Japan sprechen.

Tempel vor dem Wasserfall Nachi no Taki
Wasserfall Nachi no Taki

1. Frühling oder Herbst?

Diese beiden Jahreszeiten haben es in Japan wirklich in sich. Im Frühjahr ist das Land in Parks, an Tempeln und Alleen in ein Meer aus rosa Kirschblüten gehüllt und die Menschen ziehen mit Picknickkörben hinaus, um das nur allzu vergängliche Spektakel zu genießen. Die Temperaturen sind mild und die vielen Kirschbäume bieten herrliche Fotomotive. Nicht weniger atemberaubende Ansichten hat der Herbst in Japan zu bieten. Die Ahornbäume tragen dann feuerrote Blätter und der Ginkgo verfärbt sich leuchtend gelb. Dazu ein strahlend blauer Himmel, wie er sich des Öfteren im japanischen Spätherbst zeigt und die Farbenpracht ist vollkommen.

Daigo-ji Tempel in herbstlichen Rottönen
Herbst, meine persönliche Lieblingsjahreszeit für eine Reise nach Japan.

2. Megacities

Nichtsdestotrotz sind die großen Metropolen Japans ein großer Touristenmagnet und das nicht umsonst. Städte wie Tokyo und Osaka sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier kann sich jeder einmal in das Getümme stürzen, den Blick über ein endloses Häusermeer werfen, nach Herzenslust shoppen und feiern oder einfach die Atmosphäre genießen. Belohnt wird man mit einem Einblick in eine doch etwas andere Welt. Das beste mit daran: Die Kriminalitätsrate ist selbst hier, wie überall im Land, eine der niedrigsten weltweit. Das macht das Reisen, auch als Frau ganz allein, in Japan sehr unbeschwert.

Überblick über das Häusermeer von Osaka
Osaka

3. Vulkane, Berge und Einfach Natur Pur

Um zur Abwechslung Zahlen sprechen zu lassen: Über das gesamte Land verläuft eine Gebirgskette, die ca. 73% der Landmasse Japans ausmacht (Quelle: Wikipedia). Wer Berge liebt, der wird auf einer Reise durch Japan also schnell fündig. Schöne Gebirgslandschaften mit Wasserfällen und abgeschiedenen Tempeln laden zum ausgiebigen Wandertouren ein. Darüberhinaus können Vulkane, allen voran der höchste Berg Japans, der Fuji, für atemberaubende Ausblicke bestiegen werden.

Der schneebedeckte Mt. Fuji
Bei einer Reise nach Japan der Wunsch vieler: Ein Blick auf den Mt. Fuji

Daneben gibt es Wasserfälle und Wälder mit alten stattlichen Bäumen, hübsche Küstenstreifen und Naturschauspiele, wie die Strudel nahe der Stadt Naruto zu bewundern. Hier lässt sich noch in Ruhe durchatmen und ungestört ausspannen, sei es bei einem Spaziergang, einer Radtour oder auf einem Aussichtspunkt.

Ausblick über die Inlandssee in Onomichi
Touri-Foto ^^ Aber sei’s drum! Onomichi mit seinen verschlungenen Tempelpfaden und den herrlichen Aussichten über die Inlandssee ist einfach zu schön, um es geheim zu halten 😉

4. Onsen

Apropos Vulkane, da Japan nach wie vor vulkanische Aktivitäten aufzuweisen hat, lassen sich nicht nur dampfende Berge und vom austretenden Schwefel gelb verfärbte Täler bestaunen, sondern es gibt auch überall im Land heiße Quellen, die zum Entspannen einladen. Besonders an noch etwas kälteren Tagen, nach einer anstrengenderen Wander- oder im Winter Pistentour ist es einfach herrlich sich in eine solche Quelle, sogenannte Onsen, zu setzen. Am liebsten natürlich in eine unter freiem Himmel und eine der kleineren, die sich womöglich sogar ganz privat unter Freunden oder zu zweit genießen lassen. Welch eine Wohltat!

5. Traditionen

Traditionen sind noch vielerorts und in unterschiedlichster Form in Japan lebendig. Sei es die Art und Weise, wie sich im Onsen zuerst gründlich auf einem winzigen Hocker sitzend gereinigt wird, bevor man, normalerweise nackt, in das eigentliche Becken mit Quellwasser steigt oder eines der vielen Feste, die sich in Tempeln und Schreinen, teilweise aber auch in den Straßen der Stadt abspielen. Daneben sind auch heute noch traditionell in einen Hochzeitskimono gekleidete Bräute zu bewundern oder Japaner, die sich in den warmen Monaten in einen Yukata, einen einfachen Baumwollkimono, werfen. Die Liste könnte ich noch eine ganze Weile fortsetzen, aber um es auf den Punkt zu bringen: Selbst zwischen all den Hochhäusern und Videospielen haben viele Sitten und Gebräuche die Zeiten überstanden. Alte Traditionen sind daher auch heute noch im Land erlebbar, was eine Reise nach Japan auch zum kulturellen Erlebnis werden lässt.

Mit dem Schrein geht der Festumzug mitten durch das Einkaufsviertel Shibuya in Tokyo
Mit dem Schrein mitten durch das Einkaufsviertel Shibuya in Tokyo

6. Essen

Sushi ist inzwischen wohl fast jedem bekannt und hat in Europa, USA, Australien und andernorts bereits viele Fans finden können. Dabei ist Sushi natürlich nicht die einzige Leckerei, die Japan zu bieten hat. Ein Aufenthalt im Land ist dementsprechend auch für kulinarisch Interessierte lohnend, da sehr schmackhaft und womöglich gar optisch noch überaus ansprechend. Mein Tipp dabei für die nicht ganz so Sushi-Begeisterten: Okonomiyaki, eine Art japanisches Omelette.
Links: Fischkuchen; Rechts: Ganz frisches Sashimi (roher Fisch)
Links: Fischkuchen; Rechts: Ganz frisches Sashimi (roher Fisch)

7. Verrücktes

In der Zeit, in der ich in Tokyo lebte, ging u.a. folgende Geschichte durch die Medien: Ein Mann war verhaftet worden, sein Verbrechen: Diebstahl. „Nichts Außergewöhnliches“, mag man sich denken. Allerdings hatte der Herr ausschließlich Damenfahrradsattel gestohlen. In seiner Sammlung waren über 200 Exemplare, vor allem aus Leder, da diese den „Duft“ besser halten. Alles klar oder?

Ja, vom Höschenfetisch bis zum obersüßen Katzencafé, über hundert Mitglieder umfassende Girl Groups und ohrenbetäubend lauten Spielhallen, in Japan findet sich so einiges (aber natürlich nicht nur), das für uns womöglich ungewohnt, skurril oder einfach nur anders ist. Insbesondere in den großen Metropolen, allen voran Tokyo, hält eine Entdeckungsreise damit gern ein paar mehr Überraschungen parat, als gedacht.

Schaufenster mit Maid-Kostümen und sexy Mangafigur
Schaufenster in Akihabara/Tokyo – Vielleicht gerade zu zweit ganz witzig: Ein Blick in japanische Erotikläden und Ähnliches

8. Tempel, Schreine und Burgen

Den beiden Hauptreligionen Japans, Shintoismus und Buddhismus, lässt sich am einfachsten in Schreinen und Tempeln begegnen, in denen nach wie vor gebetet und zu bedeutenden Terminen Feste gefeiert werden. Dabei ist sehr interessant zu sehen, wie sich Religionen in Japan nicht ausschließen, sondern eher ergänzen. Obwohl sich der Großteil der Japaner als Buddhisten bezeichnen würde, so ist gleichzeitig die Mehrheit der Japaner shintoistisch. Dementsprechend gehören viele Japaner ganz einfach beiden Religionen an. Während mit shintoistischen Zeremonien etwas gesegnet oder eine Hochzeit gefeiert wird, so findet die Trauerfeier nach buddhistischen Regeln statt. Ein interessanter Mix, der vor allem in den vielen Tempeln und den verschiedenen Kami (göttlichen Wesenheiten) gewidmeten Schreinen dem Besucher schöne Ansichten und faszinierende Geschichten zu bieten hat.

Eine etwas nachdenkliche Buddha-Figur am Berg Nokogiri
Eine der vielen Figuren am Berg Nokogiri, gar nicht weit entfernt von Tokyo

Ebenso schön anzusehen und wohl noch geschichtsträchtiger sind die vielen Burgen Japans – definitiv auch einen Besuch wert!

Burg Matsumoto vor Bergpanorama
Burg Matsumoto

9. Willkommen in der Service-Oase!

Ein weiterer großer Pluspunkt am Urlaub in Japan ist der hervorragende Service. Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich sage, dass es der beste Service der Welt ist. Überall wird man mit einem Lächeln begrüßt, die Leute sind zuvorkommend, es wird sich verbeugt und für den Einkauf, das Essen im Restaurant, die Übernachtung im Hotel bedankt. Das macht den Aufenthalt wirklich sehr angenehm. Auch bei Problemen ist das Personal durchweg äußerst hilfreich. Wir hatten auf unserer Reise zuletzt z.B. nur ein einziges Mal Verspätung mit dem Zug, was in Japan schon ein sehr außergewöhnlicher Fall ist. Dadurch verpassten wir allerdings unseren Anschlusszug und waren uns recht unsicher, was das bedeutet, denn wir hatten das Ticket bereits vorab gekauft. Alles kein Problem: Der erste Mitarbeiter zeigte uns zu welchem Schalter wir gehen mussten und dort kamen wir auch gleich an die Reihe. Unser Ticket wurde ohne Nachfragen oder Anstalten umgetauscht und sich sogar noch einmal für die Unannehmlichkeiten entschuldigt.

Allerdings ist in Japan nicht nur der Service top, die Menschen sind allgemein sehr freundlich, höflich und vor allem hilfsbereit. Fragt man nach dem Weg und der Japaner gegenüber kann einem auf Englisch die Strecke nicht beschreiben, dann nicht wundern, wenn er quer mit einem durch die Stadt läuft, damit man trotzdem gut ans Ziel kommt.

10. Kein Problem, auch auf Strände muss niemand verzichten

Sicherlich kein Grund, weswegen die meisten Leute eine Japanreise in Angriff nehmen, aber der Inselstaat hat in Bezug auf Strände mehr zu bieten als gedacht, Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten inklusive. Wer im Urlaub auf weißen Sand und herrlich klares Wasser nicht verzichten mag, der muss es in Japan auch nicht!

Sandstrand und herrliche Unterwasserwelt in Japan
Insel Ishigaki in der Präfektur Okinawa

Bye bye und bis bald!

Ina

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