Da will uns doch wer einen Bären aufbinden?!

Wann immer mein Freund und ich aus dem Ausland zurück nach Peking kommen, stehen sie auf dem Flughafen und warten auf vermeintlich unwissende Touristen: Schwarztaxifahrer. Nun sehen Langnasen wie wir ja alle gleich nach Touristen aus, aber wir wissen natürlich, als nun schon seit einiger Zeit in Peking Ansässige, dass die schwarzen Taxis mit Vorsicht zu genießen sind. Daher gibt es normalerweise nur ein kurzes „No, thanks“ und schnelles Weitergehen, wenn mal wieder jemand „Mister, mister! Where?“ ruft. Nun, das heißt normalerweise…

Mann mit Teddybär auf der Ladefläche in Peking

Eine späte Landung

Wir waren gerade im Landeanflug auf Peking, schon recht müde, denn es war bereits gegen 1 Uhr. Der Airport Express, der uns normalweise bis kurz vor die Haustür bringt, fuhr um diese Zeit bereits nicht mehr. Gut, dann eben ein Taxi nehmen. Da runzelte Tom allerdings nachdenklich die Stirn und meinte: „Ob so spät überhaupt noch viele Taxis hier unterwegs sind? Nicht, dass wir jetzt noch ewig warten müssen…“ Ja, die Bedenken klangen berechtigt. Immerhin waren wir nicht die einzigen, die mit dem Flieger ankamen und auch die anderen Leute wollten ja alle irgendwie nach Hause kommen.

Wie, kein Taxi mehr da?

Als wir es endlich aus dem Flieger geschafft und unsere Koffer vom Fließband geholt hatten, machten wir uns auf dem Weg zum Taxistand. Kaum in der Arrival Area ging es schon wieder los: „Mister, Mister! Where? Taxi, taxi!“ Wir winkten wie immer ab und gingen zielstrebig weiter. Allerdings waren die Herren in unauffälliger Kleidung dieses Mal etwas hartnäckiger: „Too late. No taxi!!!“ Und schon kamen all unsere Befürchtungen hoch. Sollte wirklich kein Taxi mehr zur Verfügung stehen? Wir schauten uns einen Moment fragend an und kaum, dass wir den Schritt verlangsamten, stand der Herr auch schon neben uns und bekräftigte noch einmal: „No taxi“, und versuchte uns bereits seinen Preis schmackhaft zu machen. Doch wir sagten uns, warum sollte es an einem großen internationalen Flughafen wie Peking nachts keine Taxis geben? Also wollten wir zunächst einen Blick an den Taxistand werfen. Sollte wirklich kein Taxi oder nur wenige Taxis verfügbar sein und wir sonst sehr lange warten müssen, könnten wir ja immer noch ein schwarzes Taxi nutzen.

Darum prüfe, wer sich bindet – auch an einen Taxifahrer

Gerade noch einmal Glück gehabt: Natürlich standen am Taxistand bereits mehrere Fahrzeuge parat und wir konnten sofort eines für uns beanspruchen, das uns gut und vor allem für nur etwa 90 RMB, im Gegensatz zu den 230 RMB, die der Schwarztaxifahrer haben wollte, nach Hause brachte.

Da sind wir nun schon eine Weile hier und doch, müde von einem langen Flug und nicht sicher, wie es in der Nacht mit den Taxis läuft, hätten wir uns fast einen Bären aufbinden lassen. Gerade in China, aber sicherlich auch andernorts, ist also immer wieder Vorsicht angebracht, vor allem, wenn man schon von weitem nicht gerade nach einem Einheimischen aussieht…

Ist euch so etwas oder Ähnliches schon einmal passiert? Wo seid ihr da unterwegs gewesen und wie habt ihr damit umgehen können?

Bye bye und bis bald!

Ina

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