Fuck Tokyo – I love Osaka

Als ich diesen Spruch das erste Mal auf einem T-Shirt in Osaka las, war mir alles klar: Diese japanische Stadt ist anders. Nicht nur das die Leute hier auf der anderen Seite der Rolltreppe stehen, als überall sonst in Japan, oder mit Stolz ein eigener Dialekt gesprochen wird – nein, da liegt noch etwas Undefinierbares in der Luft, das Osaka irgendwie anders macht und das obwohl die Stadt im gleichen Atemzug ganz und gar Japanisch ist. 

Lebhafte Straßen und bunte Reklametafeln

Ehrlich gesagt, war ich nach meinem ersten Japanabenteuer 2012 ein kompletter Fan von Osaka und weniger von Tokyo. Osaka ist mit 2,6 Millionen immer noch eine große Metropole, aber fühlt sich dabei doch wie eine einzige Megacity an und nicht wie viele zusammengewürfelte Städte, wie es in Tokyo der Fall ist. Beides sind Hafenstädte und dennoch bekommt man in Tokyo davon weniger mit, während in Osaka das Meer viel näher scheint. Vielleicht hat es mir aber auch einfach nur das viele leckere Essen in der Stadt angetan, denn nicht umsonst ist die Metropole dafür in ganz Japan bekannt. Nach wie vor verbringe ich bei einem Japanbesuch immer wieder gern etwas Zeit in der Stadt. Zu meinen persönlichen Osaka-Highlights zählen dabei:

Nicht nur für Romantiker: Tempozan Riesenrad

Bei einem Ausflug ans Meer werden in Osaka auch Riesenradliebhaber fündig. Dabei bietet das 112,5m hohe Tempozan Riesenrad tolle Ausblicke über die Stadt.

Riesenrad und Ausblick über die Stadt

Essen und Trinken mit Atmosphäre: Dotonbori

Die Dotonbori, eine lebhafte Straße mit jede Menge Imbissen, Restaurants, Bars und Shops, ist einer der Treffpunkte in der Stadt für Leute, die einfach nur Bummeln oder eben essen und trinken gehen wollen. Dabei sind schon die vielen Reklametafeln und dergleichen einen Besuch an sich wert, aber Spezialitäten der Stadt, wie Takoyaki (kleine mit Oktopusarm gefüllte Teigbällchen) und Okonomiyaki (japanisches Omelett) finden sich hier. Für mich heißt es jedes Mal wieder: „Kein Osakabesuch ohne ein paar Takoyaki auf der Dotonbori!“ Lecker sind die sicherlich auch andernorts, aber die Atmosphäre auf der Dotonbori dazu ist einzigartig.

Bunte Reklametafeln und leckere Snacks
Bilder von der Dotonbori; Rechts unten: Takoyaki

Shoppen in Shinsaibashi und Amerika-Mura

Zwei geschäftige Gegenden, in denen sich herrlich shoppen lässt. Aber Achtung: Menschenmassen voraus 😉

Leckerbissen am Spieß: Kushikatsu 

Ein Abendessen im Oyaji no Kushiya (新世界おやじの串や 本店) ist nicht nur wegen der vielen leckeren Spieße mit frittierten Speisen (Kushikatsu) sehr vergnüglich, sondern die Straße vor dem Restaurant bietet zudem noch einen tollen Blick auf eines der Wahrzeichen der Stadt, den Turm Tsutenkaku.

Blick auf den Tsutenkaku
Links: Blick auf den Tsutenkaku, Rechts: Kushikatsu

Burg von Osaka

Einen schönen Anblick und durch das etwas weitläufigere Gelände auch ein wenig Ruhe zwischendurch bietet die Burg von Osaka. Für Leute, die nicht zu einer der original erhaltenen Burgen des Landes kommen oder die einen Fahrstuhl benötigen, um es in den ansonsten nur über steile Treppen zu erreichenden höchsten Raum einer Burg zu schaffen, ist sicherlich auch der Eintritt zu empfehlen.

Die Burg von Osaka vor blauem Himmel

Architektur mit Ausblick

Blick von unten zur Aussichtsplattform des Umeda Sky Building

Das Umeda Sky Building ist architektonisch wirklich interessant und für viele sicherlich ein Inbegriff der Moderne. Aber auch die Aussichten von der obersten Plattform über Osaka sind einen Besuch des Gebäudes wert.

Aussicht von der Plattform über Osaka

Essen in einem typisch japanischen Izakaya

Ein kleines, aber wirklich sehr feines Izakaya (japanische Kneipe) ist das „Robatayaki Isabiri“ westlich der Hankyu Umeda Station. Ein Abendessen zwischen japanischen Anzugträgern, bei dem der Koch vor einer riesigen Auslage mit Fisch, Gemüse und Fleisch steht, die vielen kleinen Mahlzeiten direkt vor einem über züngelnden Flammen zubereitet und einem anschließend auf einem großen Holzspatel über den Tisch reicht, ist definitiv ein Erlebnis – sehr zu empfehlen. Für uns zuletzt das absolute Highlight unserer Zeit in Osaka!

Frisch zubereitete Speisen im Izakaya

Leider vergeht die Zeit in einer solchen Metropole schnell wie um Flug. Im nächsten Post nehme ich euch dafür mit in eine ganz nahe gelegene Stadt, die aber verschiedener kaum sein könnte: Kyoto.

Bye bye und bis dahin!

Ina

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