Hawaii Roadtrip: Mit dem Caprio über Big Island

Die Sonne scheint, der Fahrtwind im Ford Mustang Cabrio lässt die Haare fliegen und das Auge erfreut sich an der Kulisse aus tiefblauem Meer, schwarzen Lavafeldern und tropischer Vegetation. Kommt mit auf einen Hawaii Roadtrip!

Übersicht Hawaii Roadtrip

1 – 2 Fahrt von Hilo nach Kailua-Kona

2 – 5 Erkundungstour durch South Kona

8 – 10 Von Kailua-Kona über Green Sands Beach zum Hawaii Volcanoes National Park

11 Chain of Craters Road

12 – 13 Pepe’ekeo (Onomea) Scenic Drive

14 – 15 Kapoho Kalapana Road Scenic Drive

Von Hilo nach Kailua-Kona (Nr. 1 – 2)

Auf der „Big Island“ lässt sich ohne einen fahrbaren Untersatz nur schlecht von A nach B kommen. Es bietet sich daher in jedem Fall an, einen Wagen zu mieten. Wir landeten in der Hauptstadt Hilo und holten uns hier gleich noch am Flughafen das vorbestellte Cabrio ab, um auf die andere Seite der Insel zu unserer Unterkunft nach Kailua-Kona zu fahren. Los ging unser Hawaii Roadtrip Nr. 1.

Zunächst waren wir nur im Regen unterwegs. Also wurde zunächst nichts mit einer Fahrt bei offenem Verdeck, auf die wir uns schon so gefreut hatten. Nach einiger Zeit lag das Regenwetter jedoch zunehmend hinter uns und die tiefliegenden Wolken zogen sich immer weiter zurück. Der Blick auf Lavafelder und karge Vegetation, in der sich nur hier und da ein Baum gen Himmel reckte, wurde langsam frei. Und schließlich zeigte sich auf unserer rechten Seite eine steil ansteigende Bergwand und wir erkannten oben auf dem Gipfel eine Sternwarte. Konnte das der höchste Vulkan der Insel sein? Tatsächlich, wir blickten geradezu auf den Mauna Kea.

Mauna Kea zwischen Hilo und Kailua-Kona

Vulkankegel auf Big Island

Unsere erste Fahrt ging weiter und neben Vulkankegeln und leicht mit Gras bewachsenen Hügeln, staunten wir wieder nicht schlecht, als wir zu unserer Linken das erste Mal einen Blick auf den zweithöchsten Vulkan, den Mauna Loa, werfen konnten. Der Name des Vulkans bedeutet „langer Berg“ und tatsächlich zeigte er sich wie eine langgezogene riesige Wand am Horizont. Wäre der Vulkan aus Eis, hätten für Game of Thrones alle Szenen an der „Wall“ gleich dort gedreht werden können.

Ausblick auf den Mauna Loa bei einem Roatrip Hawaii

Bald änderte sich die Landschaft erneut und wurde immer grüner, wenn auch hier und da noch von Lavafeldern durchzogen, während wir uns weiter unserem Ziel Kailua-Kona an der Westküste näherten.

Regenbogen über grünen Wiesen

Blick zur Küste

Es ging immer weiter der abendlichen Sonne entgegen. In Kailua-Kona angekommen, erwarteten uns schicke Häuserzeilen mit gepflegten Vorgärten fast wie aus einer amerikanischen Soap, nur mit wesentlich mehr Palmen dazwischen. Natürlich blieb unser erster Roadtrip auf Big Island nicht der letzte und so waren wir gespannt, was uns noch erwarten würde.

Roadtrip Feeling auf den Straßen Big Islands

Erkundungstour South Kona (Nr. 2 – 7)

Ausgehend von unserer Unterkunft in Kailua-Kona lag die Erkundung der Westküste, insbesondere von South Kona nahe. Hier wartet die Insel mit tropischem Grün, blühenden Pflanzen und steilen Hängen, von denen sich an Aussichtspunkten bis zum herrlich blauen Meer blicken lässt, auf.

Blick von einem Aussichtspunkt zur Küste

Für einen wirklich atemberaubenden Ausblick auf das Meer und das gemütlich bei leckerem Essen oder einem guten Kaffee lohnt sich bei einem Hawaii Roadtrip übrigens ein Stopp bei dem Café „Coffee Shak“ (Nr. 3). Wobei ich gern auch wegen der niedlichen bunten Geckos noch einmal wiederkommen würde 😉

Ausblick vom Café

Kleine grüne Eidechse mit roten Flecken

Besonders schön fand ich auf dieser Route auch die Fahrt über schmale, sich um eine Kurve nach der anderen schlängelnde Straßen. Dabei tauchte plötzlich eine ganz in weiß gehaltene kleine Kirche vor uns auf, die St. Benedict Catholic Church (Nr. 4). Mit all der herrlichen Vegetation ringsherum ein wunderschönes Bild. Vom Kircheneingang und dem davor gelegenen Friedhof lässt sich hinunter bis zum Meer schauen. Es herrschte eine wunderbar friedliche und harmonische Atmosphäre.

Die weiße Kirche hinter rotblättrigen Pflanzen

Außerdem bietet South Kona entspannte Zeit an herrlichen Stränden, z.B. an dem wunderschönen schwarzen Sandstrand des Ho’okena Beach Parks (Nr. 5) und historische Einblicke im Pu’uonua o Honaunau Historical National Park (Nr. 6).

Schwarzer Strand und blauer Himmel

Auch ein Abstecher bei Captain Cook (Nr. 7) für eine Wanderung hinab zur Bucht mit guten Schnorchelbedingungen und evtl. Delfinsichtungen ist sehr zu empfehlen.

Ruhige Bucht zum Schnorcheln
Die Bucht bei Captain Cook

Südwestküste Zwischen Kailua-Kona und dem Hawaii Volcanoes National Park (Nr. 8 – 10)

Auf dem Weg von Kailua-Kona zum Hawaii Volcanoes National Park gibt es Eindrücke von kleinen Ortschaften, Plantagen und nicht zuletzt einer wirklich außergewöhnlichen Bucht. Am Green Sand Beach bekommt ihr eine wunderschöne Küstenlandschaft geboten und darüber hinaus, wie der Name schon sagt, tatsächlich einen grünen Sandstrand!

Atemberaubend schöner Blick auf unglaublich blaues Meer

Grüner Sand

Gut, wer sich hier ein wirklich leuchtendes Grün vorstellt, wird ein wenig enttäuscht sein. Die vielen kleinen grünlichen Bestandteile des Sandes, sind nur bei näherer Betrachtung auszumachen. Trotzdem ist es ein außergewöhnlicher Anblick und die Bucht allemal wunderschön.

Weiter in Richtung Hawaii Volcanoes National Park gibt es noch echtes Roadtrip Feeling entlang schiefer Strommasten und schier endlos langen Straßen.

Hawaii Roadtrip: Auf der Straße geradeaus bis zum weit entfernten Horizont

Chain of Craters Road (Nr. 11)

Für alle Vulkanbegeisterten ist ein Besuch des Hawaii Volcanoes National Park ein absolutes Muss. Der Nationalpark bietet dabei nicht nur herrliche Wanderungen, sondern auch Möglichkeiten den Park mit dem Auto zu erkunden. Von riesigen erkalteten Lavaseen bis hin zu üppiger Vegetation bekommt dabei das Auge so einiges geboten. Besonders schön ist hierbei eine Fahrt vom Eingang des Nationalparks, der in tropische Vegetation gehüllt ist, entlang der Chain of Craters Road. Die Route führt südlich bis zur Küste. Unterwegs wird das Grün immer spärlicher und die pechschwarzen Lavafelder rechts und links immer größer.

Roadtrip Hawaii - Chain of Craters Road

Schließlich windet sich die Straße in engen Kurven steil den Berg hinab und offenbart einen wunderbaren Panoramablick bis hinab zum Meer. In der Ferne zeigen sich womöglich erste Rauchschwaden, dort wo glühende Lava auf tosende Wellen trifft. Letztlich endet der Weg inmitten der erkalteten Lava, die einst die Straße hier unter sich begrub. An der Küste gibt es zudem mit dem Sea Arch noch eine interessante Felsformation zu bestaunen und für alle, die die ins Meer stürzende Lava gern aus nächster Nähe sehen wollen, kann von hier aus die Wanderung nach Kalapana beginnen.

Felsbogen im Meer

Ina vor dem Lavafeld

Hawaii Roadtrips An der OStküste

Wir hatten unsere komplette Zeit leider bereits mit der Erkundung der West- und Südküste der Insel aufgebraucht. Dabei ist insbesondere die Ostküste Hawaiis ebenfalls sehr sehenswert. Die beiden folgenden Routen sind hier speziell zu empfehlen:

Pepe’ekeo (Onomea) Scenic Drive (12 / 13)

An der Ostküste bietet eine Fahrt auf der Kalapana – Kapoho Road dicht bewachsene Tunnel aus Bäumen, den berühmten Kalapana Black Sand Beach und einen Blick nach Kalapana-Kaimu, wo die Straße 1990 von Lava überflossen wurde. Weitere Informationen findet ihr hier.

Kapoho Kalapana Road Scenic Drive (14 / 15)

Von Hilo solltet ihr euch einen Ausflug nach Norden auf dem Pepe’ekeo (Onomea) Scenic Drive zum atemberaubenden Akaka Wasserfall nicht entgehen lassen. Unterwegs fährt man durch dichten tropischen Dschungel und kommt entlang diverser Aussichtspunkte über die wunderschöne Küstenlandschaft. Hier geht es zu weiteren Details der Route.

Bei 27°C und Sonnenschein über die Straßen zu düsen, während der milde Fahrtwind um die Nase weht, ist ein tolles Gefühl. Bei einem Hawaii Roadtrip gibt es dazu jede Menge einzigartiger Impressionen von atemberaubenden Landschaften am anderen Ende der Welt – und ein wenig vom Duft der Freiheit und des American Way of Life, wenn unter einem 400 PS im schicken Schlitten beim Tritt auf das Gas losbrüllen oder man sich in einem Geländewagen wie die Queen des Highways fühlt.

Bye bye und bis bald!

Ina

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