Peking Sightseeing: Der Lamatempel

Religiöse Stätten, hierzulande zumeist Tempel, sind auch in Peking eine der größten Sehenswürdigkeiten. Unser Peking Sightseeing brachte uns daher auch mit als erstes in den bekanntesten und ich würde auch sagen schönsten Tempel der Stadt: Den Yonghe-Tempel bzw. Lamatempel. Bisher kannte ich buddhistische Tempel nur aus Japan, daher war ich schon sehr gespannt, wie im Vergleich das chinesische Pendant aus dem 18. Jahrhundert in Peking wohl sein würde.

Eintritt in den Lamatempel

Im Buddhismus gehören zur Tempelanlage verschiedene Hallen und ebenso Gärten dazu. Oft dient der Tempel zudem gleichzeitig als Kloster buddhistischer Mönche. Apropos Mönche: Da kamen uns schon auf dem Weg in den Tempel einige entgegen, wobei einer von ihnen mich anstrahlte und mir zuwinkte. Das war definitiv ein neues Erlebnis, aber sehr nett.

Eingangstor zum Tempel

Kurz darauf ging es durch das farbenfrohe, prachtvolle Eingangstor (insgesamt gibt es drei der verzierten Torbögen) hindurch in das Tempelgelände. Zunächst folgten wir einer schönen Allee in Richtung der insgesamt fünf Haupthallen. Einen kurzen Fototermin hatten wir dabei zwischendurch auch noch, da uns ein Chinese fragte, ob er ein Foto mit uns machen könnte. Bisher ist das noch nicht allzu oft vorgekommen, aber dann und wann kann einem diese kuriose Ehre als Ausländer beim Peking Sightseeing noch widerfahren.

Baumallee auf dem Weg zu den Haupthallen

Die verschiedenen Hallen des Tempels

Am Ende der Allee vor dem Eingang zu den Haupthallen wurden kostenlos Räucherstäbchen verteilt, die die Gläubigen vor den Hallen entzündeten. Anschließend wurden die Stäbchen in großen Behältern niederbrennen gelassen, sodass weite Rauchschwaden über die Tempelplätze zogen.

Menschen beten im Tempel

Vor und auch in den Hallen fanden sich Gläubige, die sich zum Gebet niederwarfen. In den Hallen war das Fotografieren verboten, was allerdings nicht alle von uns von Anfang an mitbekommen hatten. Ein Foto von einer Buddha-Statue haben wir daher doch erhaschen können. Ansonsten wollten wir aber die heiligen Hallen lieber entsprechend würdigen und haben es unterlassen in den Innenräumen Fotos zu schießen. Schade war das schon etwas, vor allem von dem 18 Meter hohen Buddha, der angeblich aus einem einzigen (!) Stück Sandelholz gefertigt wurde, hätte ich gern ein Bild gezeigt.

Goldene Buddha-Statue mit Opfergaben

Mit guten Wünschen an der Gebetsmühle

Da der Yonghe-Tempel tatsächlich ein tibetisch-buddhistischer Tempel ist, in dem zu früheren Zeiten selbst der Dalai Lama auf Besuch vorbeikam, um dort zu unterrichten, finden sich die für den tibetischen Buddhismus üblichen Gebetsmühlen auf dem Gelände. Auch wir haben die Mühlen, die ein oder andere Runde drehen lassen. Eine Praxis des tibetischen Buddhismus ist dabei übrigens, sich bei der Drehung der Gebetsmühle vorzustellen, dass alle in der Gebetsmühle enthaltenen heiligen Verse während des Drehens Licht zu allen fühlenden Wesen ausstrahlen, deren Leid beseitigen und schlechtes Karma auflösen (Quelle Wikipedia). 

Auch sonst gab es noch einiges zu sehen, wie aufmerksam wachende Löwenstatuen oder die herrlich verzierten Tempelgebäude selbst.
Kein Peking Sightseeing ohne Löwenstatuen
Wenn auch nur schwer zu erkennen, aber hier sieht man eine Löwin. Erkennungsmerkmal ist der kleine Löwe unter ihrer Pfote. Der männliche Löwe tappt stattdessen auf eine stilisierte Weltkugel.
 Reich verzierte Gebäude der Tempelanlage

Fazit

Als Fazit unserer Peking Sightseeing Tour durch den Lamatempel lässt sich sagen, dass ein Ausflug zum Tempel, der übrigens auch mit der U-Bahn leicht zu erreichen ist (Haltestelle Yonghegong), wirklich zu empfehlen ist. Die Tempelanlage ist wunderbar restauriert und geschichtlich ebenfalls sehr interessant. Vor allem all jene, für die der Besuch eines buddhistischen Tempels noch ein ganz neues Erlebnis ist, sollten sich einen Besuch nicht entgehen lassen.

Bye bye und bis zum nächsten Mal

Ina