Sommerurlaub in Japan oder die etwas andere Reiseroute

Würde mich jemand fragen, was die beste Reisezeit für Japan ist, so wäre Juni sicherlich nicht in meiner Antwort enthalten. Im Juni herrscht gerade Regenzeit und ansonsten hat der Monat nichts Außergewöhnliches zu bieten. Die Kirschblüte ist schon längst vorbei und die Herbstfärbung natürlich noch lange nicht da. Manchmal lässt sich der Reisemonat allerdings nur bedingt heraussuchen. Daher fand mein letztes Japanabenteuer eben im Juni statt. Ein besonderer Urlaub war es trotzdem, denn obwohl ich schon länger in Japan gewesen bin (insgesamt fast 14 Monate), so war es für meinen Freund der erste Besuch dort. Die Erwartungen waren also von allen Seiten recht groß und damit auch die Herausforderung die beste Reiseroute zu finden. Da von allem etwas dabei sein sollte, ich zudem unglaublich gern einmal ganz in den Süden in die Präfektur Okinawa wollte und wir darüber hinaus nur zwei Wochen Zeit hatten, ist eine doch etwas untypische Reiseroute durch Japan dabei herausgekommen…

Karte unserer Reiseroute im Japanurlaub
Reiseroute Japan (Kartenquelle Google Maps)

Ankunftstag

Erst um 20:30 Uhr sind wir in Narita, in der Nähe Tokyos, gelandet. Außer fix aus einem Automaten am Flughafen eine Touristen-SIM zu beziehen und uns dann drei Stunden in den Zug zu setzen, um zu unserem Hotel zu fahren, stand an dem Tag nichts weiter auf dem Plan. Zum Glück hat das alles wenigstens super geklappt, so dass wir uns schließlich erschöpft in unser winzig kleines Hotelzimmer zurückziehen und im Schlaf etwas Kraft für den nächsten Tag sammeln konnten.

Tag 1 – Tokyo

Mit der Erkundungstour Tokyos ging es für uns in Meguro los. Nicht, dass es da irgendetwas zu sehen gäbe, aber aus nostalgischen Gründen wollte ich gern noch einmal in meine einstige Wohngegend. Es war schon etwas seltsam wieder da zu sein und sich nach der langen Zeit nun mit etwas Abstand anzuschauen, in welch einem Loch ich damals dort gehaust habe. Verändert hatte sich nicht viel. Das Haus sah allerdings nun noch etwas zugewachsener aus und es standen noch ein paar verrostete Fahrräder mehr vor der Tür.

Shibuya-Kreuzung und Eingang zum Meiji-Schrein
Links: Shibuya Crossing, Rechts: Eingangstor zum Meiji-Schrein

Von Meguro aus ging es anschließend richtig los mit dem Sightseeing:

  • Shibuya – für die berühmte große Kreuzung
  • Harajuku – für ein paar schräge Typen und Mädels in Rüschenkleidern
  • Meiji-Schrein (der wichtigsten Shinto-Schrein Tokyos) – für etwas Kultur und auch Ruhe von den Menschenmassen

Tag 2 – Tokyo

Am zweiten Tag unserer Japanreise fuhren wir zunächst nach Asakusa, um einen Blick auf den bedeutendsten buddhistischen Tempel Tokyos, den Sensoji, zu werfen. Anschließend haben wir uns Akihabara, das Technik- und vor allem Nerd-Paradis, angeschaut. Weiter ging es nach Shinjuku in das Tokyo Metropolitan Government Building für einen Überblick über das Häusermeer der Stadt und dann für einen entspannten Spaziergang und weitere schöne Aussichten auf die künstlich angelegte Insel Odaiba.

Ausblick über das Häusermeer von Tokyo
Das Häusermeer von oben
Sonnenuntergang auf Odaiba mit Blick auf die Rainbow Bridge
Sonnenuntergang auf Odaiba mit Blick auf die Rainbow Bridge

Tag 3 – Matsumoto

Wir sind früh zeitig los, um die etwa 3-Stündige Zugfahrt nach Matsumoto bereits bis Mittag hinter uns zu bringen. Die Stadt liegt etwas weiter im Süden und vor allem weiter im Landesinneren. Die berühmteste Sehenswürdigkeit Matsumotos ist die noch original erhaltene Burg, die wir uns natürlich ebenfalls angeschaut haben.

Burg Matsumoto

Anschließend ging die Reise mit Zug und Bus weiter hinauf in die Berge, denn unsere Unterkunft lag in einem verschlafenen Bergort in Norikura Kogen (Hochplateau in den Japanischen Alpen).

Tag 4 – Norikura Kogen

Was gibt es im Sommer in den Bergen zu tun, wenn nicht bei einer schönen Wandertour die Natur genießen? Dementsprechend sollte es auch für uns hoch hinaus gehen – Ziel: Mount Norikura.

Ausblick über die Japanischen Alpen
Ausblick auf dem Weg nach oben

Tag 5 – Kamikochi

Am Wandertag Nr. 2 fuhren wir zunächst mit dem Bus nach Kamikochi, ein Hochlandtal nicht weit entfernt von Norikura Kogen. Dort angekommen, machten wir uns auf zur Besteigung des Mount Yake, eines aktiven Vulkans.

Blick in den Kratersee des Mt. Yake
Oben auf dem vulkanisch aktiven Mount Yake

Tag 6 – Osaka

Nach dem kurzen Zwischenstopp in der Natur führte uns unsere Reiseroute am 6. Reisetag schließlich weiter nach Osaka. Hier schlenderten wir durch die Dotonbori, eine Shopping- und Ausgehstraße mit vielen Restaurants und Bars und warfen anschließend vom Umeda Sky Building einen Blick über die Millionenmetropole.

Ausblick über Osaka

Tag 7 – Kyoto

Von unserer Unterkunft in Osaka ging es zu einem Tagesausflug nach Kyoto. Unsere Sightseeingtour startete mit dem Fushimi-Inari-Schrein…

Japanisches Pärchen zwischen den orangenen Toren des Schreins

..und danach haben wir uns den Kiyomizu-Tempel angeschaut. Von da aus sind wir so noch etwas durch die Stadt gebummelt, wobei wir noch einen der vielen kleineren Tempel in Kyoto besuchten.

Blick vom Kiyomizu-Tempel über Kyoto
Blick vom Kiyomizu-Tempel über die Stadt

Tag 8 – Kyoto und Osaka

Auch an diesem Tag stand noch einmal Kyoto auf dem Plan. Die Stadt hat so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, dass sich in nur zwei Tagen keinesfalls alles sehen lässt. Eines wollten wir uns dann aber doch nicht entgehen lassen: Den Bambuswald im Westen Kyotos. Gesagt, getan 😉

Im Bambuswald von Kyoto

Den Nachmittag/Abend haben wir schließlich entspannt in Osaka ausklingen lassen.

Tag 9 bis 15 – Ishigaki-jima

Mit großer Spannung haben wir am 9. Tag den Flieger gen Süden in Richtung Präfektur Okinawa genommen. Das letzte Ziel auf unserer Reiseroute Ishigaki-jima (jima = Insel), ist eine der südlichsten Inseln Japans, näher an Taiwan gelegen als an den Hauptinseln Japans. Neben ein paar Tagen am Strand, waren wir natürlich vor allem aufgrund der Unterwasserwelt nach Ishigaki-jima gekommen. Die haben wir beim Schnorcheln und mein Freund bei drei Tauchgängen auch ausgiebig kennenlernen dürfen. Daneben ließ sich herrlich am Strand entspannen und die Insel mit einem Mietwagen erkunden.

Eindrücke von Ishigaki: Unterwasserwelt, Insel aus der Luft und Okinawa-Essen

Damit waren wir „schon“ am Ende unserer Japanreise angelangt, die doch wieder ganz anders war als meine bisherigen Reisen ins Land der aufgehenden Sonne. Was wir dabei im Einzelnen so erlebt haben und ein paar ausführlichere Infos zu den einzelnen Etappen der Reiseroute gibt es dann demnächst.

Bye bye und bis dahin!

Ina

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