To Do Hawaii Volcanoes National Park

Ihr liebt Wanderungen oder einfach nur atemberaubende Aussichten? Es müssen für euch nicht immer nur Sandstrände sein, sondern ihr lasst euch auch einmal von schwarzen Kraterlandschaften beeindrucken? Dann kommt mit in den Hawaii Volcanoes National Park, wo sich die Naturgewalt Vulkan hautnah erleben lässt.

Allgemeines

Der Nationalpark erstreckt sich über ein Areal, das etwa 13 % der Fläche der Insel Hawaii ausmacht. Er reicht von den Lavafeldern an der Südküste bis hinauf auf den 4.169 m hohen Vulkan Mauna Loa. Geöffnet hat der Hawaii Volcanoes National Park normalerweise jeden Tag, 24 Stunden. Das Visitor Center steht Besuchern von 9 Uhr bis 17 Uhr offen. Eine Übersicht über Anfahrt und aktuelle Eintrittspreise findet ihr hier.

Weitere Informationen im Überblick:

  • Essen: Es gibt ein Restaurant im Visitor Center, unterwegs ansonsten keine Kioske oder Märkte.
  • Getränke: Im Souvenirladen im Visitor Center kann man auch Getränke kaufen, allerdings kein Wasser.
  • Souvenirs: T-Shirts, Tassen, Magnete, Karten und Co., die typischen Souvenirs sind erhältlich.
  • Homepage des Nationalparks mit Detailinformationen und aktuellen Bedingungen im Nationalpark findet ihr hier

 

Aufgerissener, schwarzer Boden des erkalteten Lavasees
Das bleibt übrig, wenn ein Lavasee erkaltet

To Do Hawaii Volcanoes National Park

Durchzogen von duzenden Wanderrouten und interessanten natürlichen Sehenswürdigkeiten, mussten wir Prioritäten setzen, um unsere zwei im Nationalpark angedachten Tage sinnvoll zu nutzen. Hier die Spots und Routen, für die wir uns entschieden hatten, im Überblick:

Haakulamanu Schwefelfelder

Dampfende Erde, vom Schwefel verfärbtes Gestein und eine unwirkliche Atmosphäre, das bieten die Haakulamanu Schwefelfelder. Es ist ein einfacher Rundgang über Holzstege und ebene Wege mit wenig Steigung. Wichtig: Unbedingt auf den Wegen bleiben!

Vulkane Hawaii: Schwefelfelder

Blick vom Kilauea-Aussichtspunkt

Ein Aussichtspunkt und eigentlich sogar Picknick Spot entlang des Crater Rim Drives, d.h. ganz einfach mit dem Auto zu erreichen. Dafür bietet sich ein beeindruckender Blick über die riesige Caldera bis hin zum zumeist qualmenden Halema’uma’u-Krater.

Bei unserem Besuch hingen die Wolken tief und auf dem Foto kommt die Dimension der Caldera ohnehin schlecht zur Geltung. Vor Ort war der Ausblick allerdings trotz Wolken sehr imposant

Kilauea-Iki-Kraterwanderung

Diese Wanderroute führt direkt durch den Kilauea-Iki-Krater über einen erkalteten Lavasee und vermittelt dabei einen hervorragenden Einblick in die Naturgewalt Vulkan. Es ist eine einfachere Tour, die keine speziellen Kenntnisse erfordert. Da es vom Rand des Kraters bis ganz hinab geht, muss zum Schluss ein größerer Anstieg hinter sich gebracht werden, um aus dem Krater auch wieder herauszukommen. Das ist bei höheren Temperaturen und evtl. hoher Luftfeuchtigkeit schon etwas anstrengender. Auch der Weg durch den Krater kann seine Tücken haben. Die ganze Zeit geht es über schwarze Lava und Schatten gibt es keinen. Bei strahlendem Sonnenschein also evtl. ein sehr schweißtreibendes Unterfangen. Unbedingt genügend Wasser mitnehmen! Sollte es eher bewölkt und Regen im Anmarsch sein, ist man allerdings ebenso schutzlos den Naturgewalten ausgesetzt. Es empfiehlt sich die Mitnahme einer Regenjacke, denn im strömenden Regen wird es schnell frisch. Wer gut vorbereitet geht und sich am besten noch vorab auf der Homepage des Nationalparks und am Visitor Center über die aktuellen Bedingungen im Hawaii Volcanoes National Park informiert, der erhält mit der Kilauea-Iki-Kraterwanderung dafür einen sehr lohnenden Zeitvertreib.

Überblick über Krater mit erkaltetem Lavasee

Thurston Lavaröhre

Die Thurston Lavaröhre ist eine röhrenförmige Höhle, die einst durch fließende Lava geformt wurde. Heute ist das Gestein erkaltet und bei einem Spaziergang durch die Röhre lässt sich dieses Naturphänomen aus nächster Nähe betrachten. Da die Thurston Lavaröhre gut zu erreichen ist und der kleine Rundweg ebenerdig voran geht, eignet sich die Sehenswürdigkeit zur Erkundung für jedermann.

Mauna Ulu / Pu’u Huluhulu Wanderung

Lavafelder mit interessanten Lavaformationen und weite Ausblicke über das Inselinnere bis hin zum schmauchenden Pu’u Huluhulu Vulkan erlebt ihr auf einer Wanderung zum Mauna Ulu. Dabei ist der Weg einfach zu finden und die Strecke wenig anstrengend. Weiterführende Informationen gibt es vorab auf der Nationalparkseite. Am Anfang der Wanderroute findet sich ein kleiner Kasten am Wegesrand mit einer Broschüre zu dieser Wanderung. Wir hatten eine erworben und uns unterwegs etwas zu Landmarken, Gestein und Co. durchgelesen. Das gestaltete die kleine Wanderung noch etwas interessanter, da wir manche Begebenheiten unterwegs sonst sicherlich gar nicht mitbekommen hätten. So finden sich hier zum Beispiel immer wieder kreisrunde Löcher im Boden, die entstanden sind, weil die Lava Bäume zwar zunächst nur umfloss, aber durch die hohen Temperaturen letztlich komplett verbrannte.

Ahu Steinhaufen
Solche Steinhaufen, sogenannte Ahu, wurden schon von den alten Polynesiern als Wegemarkierung oder zum Gedenken genutzt und finden sich auch heute auf den Pfaden des Nationalparks

Übrigens solltet ihr das Lavagestein dort belassen, wo es ist, selbst wenn es sich um einen noch so kleinen Stein handelt. Es heißt der Göttin Pele missfällt es, wenn jemand einen Stein als Souvenir mitnimmt. Da die Feuergöttin als sehr jähzornig gilt, zieht man sich so ihren Zorn auf sich in Form von Unglücken, Missgeschicken und Krankheiten, von denen man fortan heimgesucht wird.

Blick vom Jaggar Museum in den aktiven Halema’uma’u-Krater

Leicht mit dem Auto erreichbar gibt es im Jaggar Museum nicht nur Informationen zur Wissenschaft der Vulkanologie und damit einhergehend über Erdbeben und Geologie, sondern findet sich auch ein Aussichtspunkt, von dem sich ein spektakulärer Blick in den Halema’uma’u-Krater werfen lässt. Rotglühende Lava und Feuer zeigen sich einem im Inneren des Vulkans. Der Krater gilt als Sitz der Feuergöttin Pele und ist damit ein hawaiianisches Heiligtum.

Fahrt zum End of the Road entlang der Chain of Craters Road

Von dichter, urzeitlich wirkender tropischer Vegetation geht es entlang der Chain of Craters Road immer weiter zum Meer hinab. Dabei verändert sich die Landschaft hin zu einer schwarzen Lavawüste. Vom Auto lassen sich dabei entspannt die herrlichen Ansichten genießen.

Roadtrip Hawaii - Chain of Craters Road

Wanderung vom Nationalpark aus nach Kalapana

Vom End of the Road sind wir zudem aus dem Hawaii Volcanoes National Park heraus nach Kalapana gewandert, wo an der Küste Lava ins Meer fließt. Der Strom der Lava ist dabei nicht zu jeder Zeit gleich stark und durch die Witterung gut zu sehen. Es braucht also evtl. auch etwas Glück die Lava dort wirklich gut sehen zu können. Die Chance auf das rotglühende, fließende Feuer solltet ihr euch aber keinesfalls entgehen lassen. Ein Blick der tosend ins Meer stürzenden Lava ist eines der absoluten Highlights bei einem Besuch auf Hawaii.

Vulkane sind ein absolutes Highlight auf Hawaii
Auch ohne direkten Blick auf das Geschehen, bietet die ins Meer strömende Lava bereits einen gewaltigen Anblick

Weitere Attraktionen

Neben Fahrten durch den Nationalpark, gibt es Wanderrouten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen von einfachen Rundwegen bis hin zur mehrtätigen Besteigung des Mauna Loa. Auch mit dem Rad könnt ihr den Hawaii Volcanoes National Park erkunden. Im Jaggar Museum erfahrt ihr mehr über die Wissenschaft der Vulkanologie. Außerdem lässt sich im Hawaii Volcanoes National Park auch einiges über die hawaiianische Kultur lernen und mit den Pu’u Loa Petroglyphen (prähistorische Felsbilder) sogar eine historische Stätte dazu bewundern.

Darüber hinaus gibt es übrigens auch Tourenanbieter, die geführte Touren direkt an den Halema’uma’u-Kraterrand, Radtouren und anderes anbieten. Da wir selbst keines der Angebote genutzt haben, kann ich leider keinen Anbieter empfehlen. Der Hawaii Volcanoes National Park selbst bietet ebenfalls einige von Park Rangern geführte Touren an. Wir hatten nur ein paar Erklärungen beim Start einer solchen Tour am Visitor Center mitgehört. Dabei hatte der Ranger ein paar wirklich interessante Informationen witzig verpackt präsentiert, dass es Spaß machte, mehr über Vulkane zu lernen. Weitere Informationen zu den Ranger geführten Programmen findet ihr hier.

Gefahren durch die Vulkane Hawaiis

Egal, was man im Hawaii Volcanoes National Park unternimmt, es sind Naturgewalten ringsherum, die man im Hinterkopf behalten sollte. Die Hinweise zu beachten und auf den Wegen zu bleiben, ist hier besonders wichtig. Es können sich tiefe Risse unter der Vegetation verstecken. Auch die Lavakruste kann gefährlich dünn sein und beim Betreten in tiefe Erdlöcher stürzen. Der austretende Dampf ist zudem mitunter brühend heiß beim Austritt aus der Erde, so dass er zu schlimmen Verbrennungen führen kann, wenn man in ein solches Dampfloch einbricht.

Zu den Gefahren im Park gehört außerdem vulkanischer Smog. Vulkanische Gase sind ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko. Schwangere, Besucher mit kleinen Kindern und Menschen mit Atemproblemen oder Herzbeschwerden wird daher an vielen Stellen des Parks geraten, lieber fern zu bleiben. Aber auch alle anderen sollten eine Gegend, in der sich Gase angesammelt haben, sofort verlassen. Es ist sogar möglich, dass der Nationalpark aufgrund hoher Gasaufkommen an manchen Tagen geschlossen bleibt.

Vulkanische Aktivität auf den Schwefelfeldern
Die Vulkane Hawaiis: Schön anzusehen, aber nicht ungefährlich

Daneben besteht natürlich jederzeit die Gefahr von neuen Vulkanausbrüchen. Selbst aus der Ferne ist dabei Vorsicht vor Gasen und vulkanischem Fallout geboten. So können in der Luft z.B. winzige Glassplitter enthalten sein, die ein Verletzungsrisiko für Augen und Atemwege darstellen. Über die aktuellen Vorgänge im Hawaii Volcanoes National Park solltet ihr euch vor einem Besuch also unbedingt informieren. Weitere Informationen zum Thema Sicherheit im Nationalpark findet ihr hier.

Unsere erlebnisse Vor Ort

Der Nationalpark bei strömendem Regen, eine unschöne Geschichte, die gemahnt auf den Wegen zu bleiben und die für uns tollsten Erlebnisse und Ansichten aus dem Hawaii Volcanoes National Park gibt es hier.

Bye bye und bis bald

Ina

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