Update August: Hast du einen Plan?

Ihr kennt sie sicherlich alle, die Frage im Vorstellungsgespräch, wie man sich die kommenden fünf oder zehn Jahre vorstellt. Natürlich durfte auch ich darauf schon häufiger Antwort geben, was mich aber vor allem zu einer Frage geführt hat: Muss man seine Ziele wirklich immer so konkret benennen können?

Es heißt ja, wer ohne Ziel segelt, der segelt nirgendwohin. Wann immer ich diesen Spruch hörte, fühlte ich mich zugegebenermaßen etwas schlecht, weil ich noch nie zu den Menschen gehörte, die mit 10 Jahren schon wussten, dass sie Arzt werden wollen oder nach dem Studium genaue Karriere- und Verdienstziele hatten. Ja, ich war wohl immer eher jemand, die sich hat treiben lassen. Und doch, wenn ich jetzt rückblickend noch einmal genauer darüber nachdenke, gab es da schon Vorstellungen davon, wie mein Leben in Zukunft aussehen sollte: Nach meinem ersten Praktikum in einem sehr regional eingebundenen Unternehmen und im Vergleich dazu einer Werkstudententätigkeit etwas später in einem weltweit agierenden Unternehmen, war für mich z.B. klar, dass ich die internationale Atmosphäre immer vorziehen würde. Durch weitere gemachte Erfahrungen kamen immer neue Puzzleteile hinzu. Wichtig war vor allem, nicht stehen zu bleiben und zu verzagen, sondern sich auszuprobieren, seine Erfahrungen zu machen und so ein besseres Bild davon zu bekommen, was einem eigentlich wichtig ist.

Chinesisches Boot in Hongkong
Wohin geht die Reise?

Ich konnte dem Ganzen, gerade im Beruflichen, nur trotzdem nie einen genauen Namen geben. Vielleicht weil ich mir eher ein Wie, also wie das Unternehmensumfeld, die Atmosphäre und die Zusammenarbeit mit den Kollegen sein sollten und wie ich arbeiten würde, (kommunikativ oder eher mit Zahlen etc.) ausmalte, als das konkrete Was (z.B. Personalreferent, Marketing Manager oder doch lieber Controller). Heißt das nun aber, dass ich ziellos bin? Im Gegenteil, ich denke inzwischen, dass es vollkommen in Ordnung ist, das „Was“ nicht genau bezeichnen zu können. Und wenn dabei auch keine Etappen auf der Karriereleiter vermerkt sind, ist das auch okay. Aber eine Vorstellung davon, wie ich mir mein Leben wünsche, die gibt es schon. Nur hat diese viel mehr mit den Beziehungen zu den Menschen um mich herum, mit einem Zuhause und der Art und Weise, wie ich mein Leben insgesamt gestalten möchte, zu tun. Damit, WIE ich leben und wie ich als Person auch in Zukunft sein will. In meinem Kopf schwirren Bilder von gemeinsamer Zeit und Erlebnissen mit meinem Freund, Familienfeiern und Kaffeekränzchen mit Freundinnen, von Reisen und einer eher minimalistisch eingerichteten Wohnung, davon gesund zu leben, fit zu bleiben und auch auf Arbeit offen und ich selbst sein zu können. Und wer es dann doch genau wissen mag, dem könnte ich den Namen der ein oder anderen Pflanze nennen, die ich gern eines Tages im eigenen Garten hätte. Ist das dann konkret genug? 😉

Wie geht es euch, habt ihr immer einen genauen Plan? Wusstet ihr schon immer, was ihr (beruflich) werden wollt und seid damit nach wie vor glücklich und zufrieden? Oder probiert ihr euch auch immer wieder neu aus?

Was war los im August?

Arbeit und Urlaubsplanung

Gefühlt hatte der August irgendwie nur halb so viel Tage wie sonst. Auf Arbeit verging die Zeit unglaublich schnell und ich bin inzwischen ganz gut auf meiner neuen Position angekommen. Daneben haben wir viel organisiert, vor allem noch offene Punkte zu unserer Urlaubsplanung im September und November diesen Jahres – wurde auch langsam höchste Zeit. Es geht übrigens als nächstes nach Mauritius und im November nach Florida mit einem kleinen Abstecher auf Grand Cayman. Außerdem möchte ich dieses Jahr auch noch unbedingt nach München, was sich bisher als schwieriger erwiesen hat, als man denken würde. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das im Oktober endlich hinkriegen. Es ist in den kommenden Wochen und Monaten also einiges los. Ich freue mich wirklich schon sehr darauf, in München Freunde wiederzutreffen und bald ganz neue Flecken von unserer schönen Erde zu sehen.

Tauchausflug zum Kulkwitzer See

Zuletzt hatte ich ja berichtet, dass mein Freund zum Geburtstag einen Gutschein für einen Tauchgang im Kulkwitzer See von mir geschenkt bekam. Den hat er inzwischen auch eingelöst und so waren wir an einem letztlich leider sehr windigen und nicht allzu warmen Samstag an dem schönen See in der Nähe von Leipzig. Der Tauchgang fand über die Tauchbasis Florian statt und hat Tom wirklich sehr gut gefallen. Bisher war er ja nur im Ausland in tropischen Gewässern tauchen, daher hatte er sich besonders gefreut, auch einmal die heimische Unterwasserwelt mit Barschen und Hechten zu erkunden.

Kulkwitzer See
Der Kulkwitzer See, auch liebevoll Kulki genannt

Neues Auf dem Blog

Auch im August ging es auf dem Blog leider nur wenig voran. Das tut mir wirklich leid und ist immer wieder auch sehr frustrierend, wenn ich einfach zu nichts komme oder nach der Arbeit an so manchen Tagen leider viel zu müde oder abgespannt bin, um noch schreiben zu können. Ich habe einen ersten Post über Hongkong (10 Gründe für einen Hongkong Trip) vom alten Blog herübergezogen und etwas überarbeitet.

Unterwegs zum Victoria Peak
Hongkong
Hawaii Volcanoes National Park
Kraterlandschaft im Hawaii Volcanoes National Park

Bei den Hawaii-Posts ging es in den Hawaii Volcanoes National Park zu Vulkanwanderungen und zum Bestaunen von Schwefelbänken. Im September wird es dazu auch noch weitergehen. Daneben möchte ich aber auch einmal wieder einen Post mit Gedanken zu Leben, Liebe und Co. schreiben. Das ist inzwischen für meinen Geschmack viel zu selten geworden und es ist ja nicht so, dass es keine Themen gäbe 😉

Bye bye und bis bald!

Ina

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