Wohnen in Peking: Unser Apartment

Wer schon immer gern einmal Mäuschen spielen wollte, der bekommt heute die Chance dazu. Und auch alle, die sich schon länger fragen, wie Wohnen in Peking so aussehen kann, heute gibt es die Antwort dazu. Ich nehme euch mit auf einen Rundgang durch unsere Wohnung und damit auch in die Welt möblierter Apartments in China. 

Im Post Pekinger Apartments hatte ich euch bereits einige der Wohnungen vorgestellt, die wir besichtigt hatte. Letztlich fiel unsere Entscheidung auf ein Apartment, das vor allem durch seine Lage überzeugen konnte. Vom Stil her ist es damit aber doch eher Typ „Hotel“ geworden. Nicht ganz verwunderlich, da unser sogenanntes Serviced Apartment sich in einem Hotel befindet. Serviced heißt, dass ein 24 Stunden am Tag besetzter Empfang und 2 Mal Reinigung pro Woche durch eine Putzfrau inklusive sind. Da kann man sich doch nicht beschweren oder?

Die Küche

… ist eigentlich eine Wohnküche. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wir beide lieben ja offene Küchen. Ehrlich gesagt, stehe ich nicht sonderlich gern in der Küche. Wenn die Küche dann auch noch ein kleiner, dunkler Raum mit geschlossener Tür ist, zieht mich gleich recht nichts mehr dort hin. Die offene Küche war für mich also ein großer Pluspunkt an der Wohnung. Nur einen Geschirrspüler gab es leider nicht dazu…

Wohnen in Peking: Küche

Das Wohnzimmer

Wie gesagt, bilden Küche und Wohnzimmer einen größeren Raum. Esstisch, Sofaecke und selbst der Fernseher waren übrigens schon in der Wohnung enthalten. Pflanzen gab es dagegen keine dazu, aber da konnte zum Glück ganz schnell Abhilfe geschaffen werden. Eigentlich hätte ich gern noch viel mehr Pflanzen in der Wohnung, aber da ich sie zur Abreise ohnehin hier zurücklassen muss, konnte ich mich bei aller Kauflaune doch zurückhalten.

Wohnzimmer mit Blick auf das Sofa

Wohnzimmer mit Blick auf Fernseher

Das tollste am Wohnzimmer ist aber der Ausblick. Jeder, der bei uns zu Besuch war, hat früher oder später auf dem Sofa gesessen und den Verkehr auf der großen Kreuzung bei uns vor dem Haus beobachtet. Wirklich äußerst spannend und teilweise auch unglaublich, z.B. wie viele Geisterfahrer es in der einen kleinen Straße direkt vor dem Haus ständig gibt. Wir sitzen manchmal auch einfach nur vor dem Fenster, quatschen und beobachten den Verkehr – besser als Fernsehen 😉

Das Schlaf- und Gästezimmer

Wir konnten in den letzten zwei Jahren insgesamt 9 Mal Besuch hier begrüßen. Wirklich toll, dass es so viele geschafft haben vorbeizukommen! Es gab sogar Wiederholungstäter 😉 Auf jeden Fall war es dabei schon sehr praktisch, dass wir ein Gästezimmer mit zwei Betten zur Verfügung haben. Was vielen allerdings gleich auffiel: Wohnen in Peking ist nicht gerade leise. Für uns ist es inzwischen nur noch ein Hintergrundrauschen, aber der Verkehr auf den Straßen vor dem Haus ist beständig zu hören. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig sind die ständig geschlossenen Fenster. Also, wir können die schon öffnen, aber an vielen Tagen will man das seiner Gesundheit lieber nicht antun.

Unser Schlafzimmer

Gästezimmer

Die Bäder

Kein Tippfehler, „die Bäder“ ist vollkommen zutreffend. Klingt zwar ein wenig nach riesiger Villa, aber mit zwei Badezimmern sind wir, denke ich, immer noch im Rahmen. Allerdings ist es doch sehr praktisch und eine schöne Überraschung für so manchen Besuch gewesen, sein eigenes Bad zu haben. Auch wir waren zeitweise schon unglaublich dankbar, zwei Toiletten zu haben. Jedes Paar oder Familie, in der zeitgleich mehrere Personen Magen-Darm-Probleme hatten, sollten wissen, wovon ich rede… Beim Wohnen in Peking leider nicht außergewöhnlich.

Unser Badezimmer mit Dusche und Bad
Das Gästebad sieht vom Stil her genauso aus, nur dass es keine extra Dusche, sondern stattdessen eine Badewanne mit Duschvorhang hat.

Das waren dann auch schon alle Räume, die es bei uns zu sehen gibt. Normalerweise sieht es allerdings nicht so aufgeräumt aus 😉 Größtes Manko an der Wohnung ist übrigens das Internet – langsam und unzuverlässig hoch drei. Na ja, nicht mehr lange!

Zum Schluss gibt es noch ein paar mehr oder weniger interessante Fakten zu unserer Wohnung:

  • Jeden Abend Marschmusik: Auf dem Platz vor dem Haus spielt eine chinesische Gruppe Musik und marschiert dazu mit Plastikgewehr – wirklich jeden Abend (außer an einigen eiskalten Tagen im Winter und zum Chinesischen Neujahr)
  • Gebäudebrand: Ein Mal mussten wir kurz evakuieren, weil es in einem Restaurant im 6. Stock bei Umbaumaßnahmen zum Brand gekommen war. Zum Glück war alles schnell unter Kontrolle gebracht und wir konnten nach ca. 15 Minuten bereits wieder in die Wohnung.
  • Wir haben es allerdings auch selbst schon geschafft den Feuermelder zu aktivieren. Tom hatte vergessen, dass der Toaster kaputt ist und nun nur noch 3 Sekunden für eine Scheibe braucht. Bei all der Qualmentwicklung, die ausbrach, als die Scheibe schon schwarz wurde, bekamen wir prompt einen Anruf vom Empfang, ob alles in Ordnung ist, da sie bei unserer Wohnung einen alarmierten Rauchmelder sahen.
  • Regen in der Wohnung: Da konnten wir aber wirklich nichts dafür, die Klimaanlage war undicht und tropfte zunehmend in die Küche.
  • Falsches Stockwerk: Laut Fahrstuhl und unserer Zimmernummer wohnen wir im 15. Stock. Tatsächlich wohnen wir aber nur im 13. Stock. Wie das sein kann? Die 13, ebenso wie die 4 sind Unglückszahlen und wurden in unserem Gebäude daher bei der Stockwerksbezeichnung einfach weggelassen.

Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen. Wäre denn die Wohnung auch etwas für euch oder so gar nicht euer Stil? Könntet ihr euch Wohnen in Peking überhaupt vorstellen?

Bye bye und bis bald!

Ina

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